Wohnung finden – trotz Schufa oder wenig Einkommen
Ein negativer Schufa-Eintrag oder ein geringes Einkommen können ein Problem sein – aber sie bedeuten nicht, dass du keine Wohnung bekommst.
Mit der richtigen Strategie, Ehrlichkeit und passenden Argumenten kannst du trotzdem überzeugen.
Diese Seite zeigt dir, was du sagen kannst, welche Alternativen du hast – und wie du deine Chancen verbesserst.

Was bedeutet „Schufa“ überhaupt?
Die Schufa sammelt Informationen zu deinem Zahlungsverhalten. Ein negativer Eintrag kann z. B. entstehen durch:
– unbezahlte Rechnungen
– gekündigte Handyverträge
– gerichtliche Mahnverfahren
in negativer Eintrag schreckt viele Vermieter*innen ab – aber er ist nicht das Ende.

Was du tun kannst, wenn du eine schlechte Schufa hast
Hier findest du Strategien, um trotz Hindernissen eine Wohnung zu finden
Ehrlichkeit
Sprich das Thema aktiv an – Ehrlichkeit wirkt besser als Verstecken
Erklärung
Erkläre, warum der Eintrag entstanden ist (z. B. Trennung, Krankheit, Vergangenheit)
Änderung
Zeig, was sich geändert hat (z. B. feste Arbeit, Budgetplan, regelmäßige Zahlung)
Biete Alternativen an:
– Bürgschaft von Eltern / Partner*in
– direkte Mietzahlung durch Jobcenter
– freiwillige Mietvorauszahlung (wenn möglich)
💡 Tipp: Zeige, dass du dich um deine Finanzen kümmerst – z. B. mit einem Haushaltsplan (→ Modul 1: Finanzen)
Was tun bei geringem oder unregelmäßigem Einkommen?
Du verdienst wenig oder hast kein festes Gehalt? Dann gilt:
1
Schritt Eins: Transparenz
Zeige z. B. deinen Bewilligungsbescheid vom Jobcenter
2
Schritt Zwei: Zuverlässigkeit zeigen
Lass ggf. bestätigen, dass Mieten bisher immer gezahlt wurden
3
Schritt Drei: Zahlungsplan anbieten
z. B. Vorschlag für automatische Überweisung direkt nach Geldeingang. Oder direkte Überweisung von deinem Arbeitgeber
Wenn dein Einkommen schwankt (z. B. Minijob, Selbstständigkeit), nenn den Durchschnitt – und stelle klar, dass Miete oberste Priorität hat.
Welche Vermieter kommen eher infrage?
Nicht jeder Vermieter lehnt sofort ab. Bessere Chancen hast du bei:
🏢 Privatvermietern (nicht große Wohnkonzerne)
🏘️ Genossenschaften (z. B. GESOBAU, WOGE, SAGA)
🏠 Sozialem Wohnungsbau (Wohnberechtigungsschein nötig)
💬 Persönlichen Kontakten / Aushängen / Empfehlungen
Du musst dich nicht verstecken
Jeder hat mal Fehler gemacht – oder einfach Pech gehabt.
Wenn du deine Lage erklärst, Lösungen mitbringst und fair auftrittst, hast du mehr Chancen als du denkst.
Mach dich sichtbar – und bleib dran. Es gibt Vermieter*innen, die zuhören.